Allgemein- und Viszeralchirurgie

Schilddrüsenoperation

Knotige Vergrößerungen, Überfunktion, entzündliche Veränderungen, Autoimmun-Erkrankungen und bösartige Geschwulste, die sich im Szintigramm als sog. „Kalte Knoten" zeigen können, sind einige der vielen Gründe, weswegen an der Schilddrüse operiert werden muss.

Neben den normalen Risiken (z.B. Blutung, Infektion), die jeder chirurgische Eingriff in sich birgt, zählt zu den besonderen Operationsrisiken bei der Kropfoperation die Verletzung des Stimmbandnerven (N. recurrens).

Um dieses Risiko zu verringern, führen wir während der Operation eine Stimmbandnervprüfung (Neuromonitoring) durch. Mit einer kleinen zweipoligen Elektrode wird der Nervus recurrens aufgesucht und seine Funktion durch ein akustisches Signal dargestellt und aufgezeichnet. Dadurch gewinnt man während der Operation zusätzliche Sicherheit über die Unversehrheit des Nerven.

Seit Jahren werden Schilddrüsenoperationen am Hospital Zum Heiligen Geist in Fritzlar mit Erfolg durchgeführt.


Operationen bei Bauchwandbrüchen (Hernien)

Während der Leistenbruch angeboren oder erworben sein kann, den wir überwiegend durch kleine Einschnitte endoskopisch  und in manchen Fällen auch durch einen größeren Hautschnitt versorgen, treten große Bauchwandbrüche häufig nach größeren Bauchoperationen auf und können Schmerzen und Einklemmungen verursachen und an Größe ständig zunehmen.

In solchen Fällen muss durch eine Operation der Bruchsack abgetragen und die Bauchwand wieder verschlossen werden. Zusätzlich wird ein künstliches Netz eingelegt, das durch die vermehrte Bildung von Bindegewebe die Bauchwand verstärkt und so das Risiko des Wiederauftretens der Bruchkrankheit vermindert.


Inkontinenzchirurgie

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung, aber auch akute (Geburtstrauma, Bestrahlung nach Prostatakarzinom) und chronische Belastungen des Beckenbodens führen zu einer Schädigung des Beckenbodens und des analen Schließmuskel- Systems. Hieraus resultiert nicht selten eine Stuhlinkontinenz unterschiedlichster Ausprägung mit z.T. erheblichen Beschwerden. Nicht selten führt eine jahrelange Stuhlinkontinenz zur sozialen Isolation und Vereinsamung der Betroffenen.

Eine gezielte Diagnostik (Proktologische Sprechstunde im Hospital) kann hierfür die Ursachen identifizieren und entsprechende Therapiekonzepte entwickeln. Durch unserer Engagement sind wir von der Deutschen Kontinenzgesellschaft als Offizielle Beratungsstelle anerkannt.

Neben konservativen Optionen (Beckenbodengymnastik, Stuhlregulierung und Biofeedback- Therapie) bieten wir unseren Patienten darüber hinaus auch operative Therapiekonzepte (Schließmuskelrekonstruktionen nach Schädigung, Sakrale Neuromodulation, Implantation eines künstlichen Schließmuskels, usw.) an.


Adipositaschirurgie

Die Therapie des krankhaften, konservativ nicht mehr zu beherrschenden Übergewichtes erfolgt je nach Befund durch verschiedene Operationstechniken (Magenband-OP, Schlauchmagen-OP, Roux-en-Y-Magenbypass, Omega-Magenbypass, biliopankreatische Diversions-Operation mit Duodenal switch).

Die jeweiligen Operationen werden ausschließlich minimal invasiv durchgeführt. Dem Eingriff geht eine umfangreiche Diagnostik in der Adipositas- Sprechsunde voraus.

Der stationäre Aufenthalt beläuft sich für unsere Patienten auf durchschnittlich 4-6 Tage. Während des stationären Aufenthaltes erhalten unsere Patienten mehrmals eine umfängliche Ernährungs- und Verhaltensschulung. Nach der Entlassung werden sie in eine strukturiertes Nachsorgekonzept überführt, in dem sie in regelmäßigen Abständen untersucht und betreut werden.


Antirefluxchirurgie

Die Behandlung des Rückflusses von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (gastrooesophagealer Reflux) bedingt neben dem unangenehmen Brennen (Sodbrennen) auch akute oder chronische Entzündungen der Speiseröhrenschleimhaut, bis hin zu Geschwüren oder Vernarbungen. Zudem besteht die Gefahr von Gewebeveränderungen im betroffenem Bereich.

Sollte die medikamentöse Therapie hier keinen Erfolg zeigen, steht die antirefluxive Therapie durch Einspritzen von gewebeverstärkenden Substanzen (Bulking Agents) an den unteren Spreiseröhrenschließmuskel oder aber die operative Korrektur (Fundoplikatio) zur Verfügung. Diese wird ausschließlich in minimal invasiver Technik durchgeführt, bei gleichzeitig bestehendem Zwerchfellbruch erfolgt hier in Kombination im Sinne der Zwerchfellkorrektur.

Das Operationsverfahren ist sehr schonend, bereits direkt nach der Operation besteht kein Sodbrennen mehr!


Herzschrittmacher-Implantation

Bei manchen Herzerkrankungen wird das Einsetzen eines Herzschrittmachers erforderlich.

In enger Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Inneren Medizin stimmen wir den Operationszeitpunkt ab und implantieren das jeweils erforderliche Schrittmachersystem (Einkammer-, Zweikammerschrittmacher oder Defibrillator). Näheres siehe Innere Medizin.


Weichteilchirurgie

Neben der operativen Behandlung von Geschwülsten (Tumoren) in der Bauchhöhle gehört zu unserem operativen Leistungsspektrum selbstverständlich auch die Entfernung von knotigen Veränderungen an Haut und Unterhaut, entweder weil der Tumor stört, Beschwerden bereitet oder zum Ausschluss einer bösartigen Veränderung.

Je nach Größe, Lage und Beschaffenheit der Geschwulst kann der Eingriff ambulant oder stationär erfolgen.


Chirurgie des Bauchraums

Die operative Versorgung akut auftretender Erkrankungen, die die Bauchhöhle betreffen, bildet einen wichtigen Schwerpunkt der Chirurgie des Bauchraumes. Eine plötzlich auftretende Blutung, ein Darmverschluss, ein Durchbruch eines Geschwürs (häufig Magengeschwür) oder eine Durchblutungsstörung des Dick- oder Dünndarmes zwingen zu einer notfallmäßigen Operation, manchmal sogar zur vorübergehenden Anlage eines künstlichen Darmausganges (Anus praeter).

Neben den Notfalloperationen, die die Bauchhöhle betreffen, stellt die Entfernung von Geschwülsten des Magen-Darm-Traktes, insbesonders des Dickdarmes, einen weiteren Schwerpunkt der Bauchchirurgie dar. Nach der operativen Behandlung einer bösartigen Geschwulst (Karzinom) ist in manchen Fällen eine Nachbehandlung mit Medikamenten (Chemotherapie) oder eine Bestrahlung erforderlich. Dieses hängt in erster Linie von der Art des Karzinoms, dessen Größe und der Beteiligung von Lymphknoten ab.

In regelmäßig stattfindenden Sitzungen mit Fachärzten verschiedener Disziplinen (interdisziplinäre Tumorkonferenz) besprechen wir die Art und Notwendigkeit einer Nachbehandlung, um eine optimale Therapie der Krebserkrankung zu erzielen.

Kontakt Chirurgie

Sekretariat

Jutta Röse
Sabine Bremmer

Mo. - Do.: 7.30 - 16.00 Uhr
Fr.: 7.30 - 13.00 Uhr


Sprechstunden
  • Allgemeinchirurgie, Bauchchirurgie, Proktologie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie, Kniesprechstunde/Hüftsprechstunde, Schultersprechstunde, Fußsprechstunde, Handsprechstunde
  • BG-Sprechstunde (Arbeitsunfälle)
  • Prothesen- und Gelenksprechstunde
  • Privatsprechstunde Dr. Bismarck
  • Adipositas-Sprechstunde