NEF

Minuten, die über Leben und Tod entscheiden

Manchmal können nur wenige Minuten über Leben oder Tod eines Notfall-Patienten entscheiden. Deshalb ist am Hospital zum Heiligen Geist eines der vier Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) des Schwalm-Eder-Kreises stationiert. Das NEF ist ein schneller Notarztzubringer, das im sogenannten Rendezvousverfahren eingesetzt wird. Dies bedeutet, dass der Notarzt schnellstmöglich zum Einsatzort gebracht wird und mit der Versorgung des Patienten beginnen kann.

In Fritzlar wurde 1977 der erste Notarztwagen vom Deutschen Roten Kreuz Schwalm-Eder gestellt und von Ärzten des Hospitals zum Heiligen Geist besetzt. Diese jahrelange partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem DRK Schwalm-Eder hat sich stets bestens bewährt. Seit 1992 ist das NEF als schnelles Zubringersystem am Hospital zum Heiligen Geist für eine sofortige Behandlung stationiert.

Das NEF Fritzlar 93-82

Bei Eintreffen des Rettungswagens versorgen Notarzt und Rettungsassistenten den Patienten gemeinsam, bis er sich in einem transportfähigen Zustand befindet. Der Transport in die nächste geeignete Klinik erfolgt im Rettungswagen unter Begleitung des Notarztes.

Das NEF selbst dient nicht zum Transport von Patienten, sondern als Notarztzubringer, um den Notarzt möglichst schnell zum Einsatzort zu transportieren. Es erinnert im Inneren an eine mobile Intensivstation, ist mit sämtlichen Notfallmedikamenten ausgestattet und bietet die Möglichkeit, eine Narkose einschließlich Beatmung einzuleiten und aufrecht zu erhalten. 

Lebensrettende Ausstattung und Besetzung

Das Noteinsatzfahrzeug ist mit allen notwendigen Geräten und Hilfsmitteln zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen ausgerüstet - einschließlich Herzschrittmacher und 12-Kanal-EKG . Die Ausstattung des Fahrzeugs eignet sich auch für die Versorgung von mehreren Verletzten. Dieses Fahrzeug ist rund um die Uhr einsatzbereit und mit einem ausgebildeten Notarzt sowie einem erfahrenen Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuz Schwalm-Eder besetzt. 

Die Notärzte rekrutieren sich aus der Anästhesiologischen, Inneren und Chirurgischen Abteilung. Ein Notarzt kommt auf durchschnittlich 1.500 Einsätze pro Jahr. Für den Rettungsdienstbereich Schwalm-Eder sind zwei Ärzte der Abteilung für Anästhesie als leitende Notärzte bestellt.

Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Notärzte und Rettungssanitäter sorgen für eine bestmögliche erste Hilfe. Einsatzpraktika zur Erlangung der Zusatzbezeichnung "Notfallmedizin" fördern Klinikärzte und externe Ärzte bei der Ausbildung zum Notarzt.