FAQ zur Anästhesie

Wie gefährlich ist heute eine Narkose?

In den letzten Jahrzehnten hat das Narkoserisiko drastisch abgenommen, es kann aber durch das Vorliegen von Risikofaktoren im Einzelfall erhöht sein. Die Risikobeurteilung wird individuell durch den Anästhesiearzt zusammen mit dem Patienten vorgenommen und ausführlich besprochen.

Wie traumatisch ist der operative Eingriff für Kinder?

Sie und Ihr Kind lernen schon am Vortag den Anästhesisten kennen. Dadurch wird Vertrauen gewonnen. Alle Kinder bekommen ein „Zauberpflaster“. Auf dem Pflaster ist eine Creme mit einem Lokalanästhetikum, so dass der Pieks für die Infusion nicht gespürt wird. Natürlich kann auch das geliebte Kuscheltier mitgebracht werden.

Welchen Ängsten von Patienten begegnen Sie am häufigsten?

Die Angst hilflos ausgeliefert zu sein ohne selbst entscheiden und Einfluss nehmen zu können, steht häufig im Zentrum. Aber was ist nach der Operation:

  • Was wird aus mir?
  • Wache ich wieder auf?
  • Wie wird das Resultat der Operation sein?
  • Werde ich Schmerzen haben und kann ich diese ertragen?                              

Wachheit während der Operation, schwere Komplikationen im Rahmen des Eingriffs und der Anästhesie geben ebenfalls häufig Anlass zu Fragen.

Wie gewinnen Sie das Vertrauen von beunruhigten Patienten?

Ein gutes Informationsgespräch zwischen dem Patienten und dem Anästhesiearzt erlaubt es, Fragen zu klären, auf Anliegen, Ängste und Unsicherheiten einzugehen und somit die Basis für ein Vertrauensverhältnis zu schaffen. Weil das Wissen allein, dass alles nur Erdenkliche für seine Sicherheit getan wird, aber manchmal nicht ausreicht die Ängste des Patienten abzubauen, ist der persönliche Kontakt zum Arzt enorm wichtig.

Wie kann der Patient selbst zur Risikominimierung beitragen?

Je mehr der Anästhesiearzt über den Patienten weiß, desto besser kann er auf seine Bedürfnisse eingehen.

Aus diesem Grund ist es wichtig:

  • den Anästhesie-Fragebogen auszufüllen
  • den Arzt über alle Medikamente und Allergien zu informieren
  • die Anweisungen von Arzt und Pflegepersonal strikt zu befolgen, z.B. vor einer OP nichts mehr essen und trinken, Medikamente nur in Absprache mit dem Arzt nehmen

Bei welchen Patienten müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden?

Jeder Patient wird von unserem Anästhesieteam individuell beurteilt. Aufgrund dieser Beurteilung werden die anzuwendenden Anästhesieverfahren und die notwendigen Begleitmaßnahmen gewählt, um auch bei komplexen Vorerkrankungen des Herzens, der Lunge oder bei Diabetes mellitus sowie auch im fortgeschrittenem Lebensalter eine hohe Sicherheit gewährleisten zu können.