Familie Diederich überreicht Fenster-Glaseinsatz mit biblischen Motiven an Klinik
Ein beeindruckendes Stück Kunst wurde dem Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist jetzt gespendet: Stefan Diederich, Sohn des verstorbenen ehemaligen Chefarztes Dr. Max Diederich, hat einen großen, schweren Fenster-Glaseinsatz dem Krankenhaus geschenkt. Das Kunstwerk, das verschiedene biblische Szenen zeigt, wird künftig einen würdigen Platz im Haus erhalten und so an Dr. Diederich erinnern. Er hatte von 1962 bis 1974 die ärztliche Leitung der Klinik inne.
Der Glaseinsatz wurde vor etwa 50 Jahren von der Künstlerin Agnes Mann aus Poppenhausen entworfen, die viele Jahre in der Rhön lebte und mit zahlreichen Werken in Schulen, Wohnbauten und Sakralräumen weit über die Region hinaus bekannt ist. Neben dem nun gespendeten Glaseinsatz stammen auch die Fenster der Hospitals-Kapelle von ihr, weitere Arbeiten finden sich unter anderem in der Heilig-Geist-Kirche in Vellmar und in der Gedächtniskapelle in Paderborn.
Das farbenprächtige Fenster zeigt unter anderem Szenen wie die Heilung des Blinden, das Hören der Taube, die Austreibung eines bösen Geistes, die Heilung des Aussätzigen, den Sturm auf dem See, den Hauptmann von Kapernaum, die Austreibung der Dämonen, die Heilung des Gelähmten, die Heilung der Frau mit Blutfluss, das Töchterchen des Jairus, die Aufforderung „Geht hin und zeigt euch den Priestern“, die Ernte der Arbeiter, die Erweckung des Jünglings von Nain sowie die Erweckung des Lazarus.
Bei der Übergabe des Glaseinsatzes waren Stefan Diederich sowie die Stiftungsgeschäftsführung
des Hospitals, Dr. Carsten Bismarck und Dominik Zeiger, anwesend. Gemeinsam wurde das Kunstwerk an seinem neuen Platz aufgestellt, wo es künftig Patienten, Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen faszinieren wird. Dr. Max Diederich, der vor rund 50 Jahren das Werk für sein privates Zuhause in Auftrag gegeben hatte, wird durch diese Spende auf besondere Weise gewürdigt. Das Hospital freut sich, dass ein solches Meisterwerk aus der Region erhalten bleibt und nun Patienten und Besucher gleichermaßen bereichern wird.
Text: HNA-Artikel vom 03.02.2026 von Peter Zerhau
Foto: Peter Zerhau